Geschichte

Die Geschichte des "Lourdesheimes" reicht zurück bis Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Der Zweck war zunächst ein völlig anderer als der heutige. So erholten sich hier seit dem Ersten Weltkrieg lange Jahre die in ihrem selbstlosen Dienst infizierten lungenkranken Mitschwestern.

historische Aufnahme, Schervier Altenhilfe Archiv

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die zwischen 1913 - 21 von den Armen Schwestern vom Hl. Franziskus Aachen erworbenen Gebäude durch Luftangriffe zum Teil schwer beschädigt. Doch unmittelbar nach dem Ende der Kampfhandlungen begann man mit dem Wiederaufbau und es waren die amerikanischen Militärbehörden, die veranlassten, dass die ersten alten Menschen aufgenommen und versorgt wurden. Die Zahl pflegebedürftiger alter Menschen stieg stetig an und schnell erreichte man die Kapazitätsgrenzen, so dass eine Erweiterung notwendig wurde. Der Um- und Neubau konnte 1961 mit 120 Bewohnerplätzen und zusätzlich 20 Plätzen für „Erholungsschwestern“ fertiggestellt werden.

Parallel zu der baulichen Entwicklung des nunmehr als bedeutende Einrichtung der Altenhilfe in Aachen etablierten Lourdesheimes erkannten die Ordensschwestern früh die Notwendigkeit fachlich qualifizierter Pflegeleistung. Den Beruf der Altenpflege gab es zwar noch nicht, gleichwohl stiegen die Anforderungen an Fachlichkeit spürbar an. So waren es die Ordensschwestern, die 1961 in der neu gegründeten Schule für Altenpflege, dem heutigen Fachseminar am Lourdesheim, mit den ersten Schülerinnen eine zunächst zweijährige Ausbildung begannen. Seit nunmehr mehr als 45 Jahren wurden und werden Menschen nach dreijähriger Ausbildungszeit als examinierte Altenbpflegerinnen in den wachsenden Altenhilfemarkt entlassen.

Ende der 70er Jahre wurde erneut eine umfassende Sanierung und Modernisierung (insbesondere die Aufzugsanlage, Heizung und Wäscherei) des Altenheims notwendig. Die Kapazität wuchs mit dem steigenden Bedarf auf 155 Pflegeplätze. Daneben reifte beim Träger der Gedanke, den Wunsch älterer Menschen nach Sicherheit und Selbstständigkeit durch ein zusätzliches Angebot in Form des Betreuten Wohnens zu entsprechen. Ein neuer Gebäudetrakt mit 20 Wohneinheiten für das selbständige Wohnen in direkter Anbindung zur Infrastruktur des Pflegeheims wurde 1982 errichtet und eingeweiht.

Neue Herausforderungen zeichnen sich bereits deutlich ab. Aktuelle Schwerpunktthemen für das Lourdesheim sind zum einen die bedarfsgerechte Betreuung und Pflege demenzerkrankter Menschen sowie eine umfassende medizinisch, pflegerisch und seelsorgliche Betreuung Sterbender.

Interessierte Leserinnen und Leser finden hier eine ausführlichere Chronik zum Download, die von unserer Schwester Maria Dominica verfasst wurde.