Stille Nacht - heilige Nacht?

Erntedank. Foto: Krasula / ShutterstockErntedank. Foto: Krasula / Shutterstock

Dezember

Weihnachten verbinden wir mit viel Vorbereitungen, Besuchen, Geschenken, Glanz, Traditionen und festlichem Programm. Das kann sehr schön sein. Interessanterweise steht eigentlich von all dem nichts in der Bibel. Der Ursprung des Festes beginnt mit einem kleinen Kreis von Beteiligten in einem einfachen Stall. Der Winter ist in Bethlehem und Palästina eher kalt. Wärme brachten gerade mal Ochs und Esel. Erst ungefähr am 6. Januar kamen drei Könige zu Besuch.

Noch heute hat Weihnachten in unserer Gesellschaft große Bedeutung, für viele nicht unbedingt religiös, mehr für die Familien, die sich vielleicht auch schon lange nicht gesehen haben. Das Datum von Weihnachten und Silvester sind „Termin-Anker“, die man sich für Freund*innen und Familie freihält. Das ist gut. Das ist wichtig. Mit Besuchen drücken wir oft unsere Wertschätzung aus.

In unseren Einrichtungen feiern wir ebenfalls Weihnachten: mit geschmückten Räumen, einem guten Essen, Weihnachtsmusik, Übertragungen von Gottesdiensten. Unser Pflegepersonal kümmert sich mit Phantasie und sehr großem Engagement, so dass hier keine und keiner allein ist. 

In diesem Jahr sind die Vorzeichen besondere. Die Coronapandemie ist nicht nur ein unbequemer Umstand, sondern für viele Menschen eine Gefahr für Leib und Leben.
In unseren Einrichtungen begegnen wir dem mit sehr großen Sicherheitsvorkehrungen. Wir regeln, wer in unsere Häuser rein- und rausgeht, Abstand, Mundschutz, Desinfektionsspray, Lüften und so weiter. Wir kontrollieren Bewohner*innen, Personal, Lieferant*innen, Handwerker*innen und so weiter. Unser Team arbeitet mit übergroßem Einsatz.

Wir haben immer großen Wert darauf gelegt, dass unsere Bewohner*innen freie Menschen sind. Niemand ist hier eingesperrt, niemand in seinen Grundrechten eingeschränkt. 
Wir bitten Sie und die Angehörigen aber: Prüfen Sie, welche Besuche und Kontakte nötig, richtig und angemessen sind. 
Können manche persönliche Treffen durch Telefonate, Post, Päckchen ersetzt werden?
Kann die Anzahl der Besuche und der Besucher*innen reduziert werden?
Ist es nicht manchmal besser, die Bewohner*innen bleiben hier statt sie nach Hause zu holen?
Wir können diese Fragen nicht für andere beantworten. Sie treffen diese Entscheidungen.
Aber wir bitten Sie, seien Sie vorsichtig und trauen Sie sich, auf manchen Kontakt zu verzichten.
In diesem Jahr ist dieser Verzicht auch eine Form der Wertschätzung.
So manchen Besuch können wir nachholen, wenn wir alle gesund bleiben.
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen von Herzen schöne Weihnachtstage, Gesundheit, Geduld und Zuversicht
und ein gutes Neues Jahr

 

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